Aus

Aus

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1aus [au̮s] <Präp. mit Dativ>:
1.
a) gibt die Richtung, die Bewegung von innen nach außen an: aus dem Zimmer gehen.
b) gibt die räumliche oder zeitliche Herkunft, den Ursprung, den ursprünglichen Bereich an: ein Werk aus dem vorigen Jahrhundert; aus der Nähe; aus drei Meter Entfernung; aus Berlin stammen.
2.
a) in Verbindung mit Stoffbezeichnungen zur Angabe des Materials, aus dem etwas besteht, hergestellt wird, entsteht: eine Bank aus Holz; ein Kleid aus Seide.
b) zur Angabe eines früheren Stadiums der Entwicklung: aus den Raupen werden Schmetterlinge.
3. zur Angabe des Grundes, der Ursache: etwas aus Eifersucht tun; (verstärkt durch »heraus«:) sie handelte aus einer Notlage heraus.
Syn.: aufgrund, infolge, wegen.
  2aus [au̮s] <Adverb>:
1. <oft imperativisch und elliptisch anstelle bestimmter Verben>
a) vorbei, Schluss, zu Ende:
die Vorstellung ist aus; alles ist aus (verloren); aus der Traum vom Sieg; aus, wir gehen jetzt!
Syn.: vorüber.
b) erloschen, nicht mehr brennend, ausgeschaltet:
das Licht ist schon aus; sieh nach, ob das Feuer aus ist; Licht aus! Motor aus!
3. ausgegangen, weggegangen:
sonntags ist sie immer mit Max aus.
4. auf etwas aus sein: etwas sehr gern haben wollen, sich um etwas bemühen:
sie ist auf Abenteuer, auf eine Belohnung aus; er ist darauf aus, möglichst schnell wieder freigelassen zu werden.
Syn.: auf etwas begierig sein, auf etwas erpicht sein, auf etwas geil sein (oft abwertend), auf etwas scharf sein (ugs.).
5. <in der Verbindung »von … aus«>: vom Fenster aus (her); von hier aus (ausgehend); von Hamburg aus (an) war er im Zug.

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aus
I Präp. m. Dat.〉
1. 〈örtlich, Richtung〉 von ... her, etwas verlassend, weg von, aus etwas hinaus, heraus
2. 〈zeitlich〉 von ... her
3. 〈Beschaffenheit〉 bestehend, hergestellt aus
4. 〈Ursache, Grund, Anlass〉 infolge (von)
● \aus ihm spricht der Hass 〈fig.〉 er spricht hasserfüllt, man merkt ihm seinen Hass an ● \aus bester Absicht (heraus); \aus diesem Anlass; einen Brief \aus Berlin bekommen; er stammt \aus Berlin; ein Gegenstand \aus meinem Besitz; ein Schrank \aus dem Biedermeier; das habe ich \aus einem Buch gelernt; etwas \aus Erfahrung kennen, wissen; er stammt \aus guter Familie; \aus dem Fenster fallen; etwas \aus dem Fenster werfen; \aus Furcht; etwas \aus dem Gedächtnis wiederholen; \aus einem Glas trinken; \aus Glas, \aus Gold;\aus welchem Grunde?; \aus verschiedenen Gründen; \aus vollem Halse lachen, schreien laut lachen, schreien; der Vogel frisst \aus der Hand; \aus dem Hause gehen, kommen, treten; \aus Holz geschnitzt; \aus Liebe; einer \aus unserer Mitte einer von uns; \aus der Mode kommen unmodern werden; der Roman besteht \aus mehreren Teilen; jmdm. \aus einer Verlegenheit (heraus) helfen; \aus Verzweiflung; ein Kleid \aus Wolle; ein Lied \aus alten Zeiten ● wie Sie \aus der beigefügten Rechnung ersehen; einen Begriff \aus dem Zusammenhang herauslösen; das Bild stammt \aus dem vorigen Jahrhundert
II 〈Adv.; Richtungheraus, hinaus, hervor, etwas verlassend ● ein und \aus gehen durch die Tür hereinkommen u. hinausgehen; bei einer Familie ein und \aus gehen 〈fig.〉 bei einer Familie häufig u. ungezwungen verkehren; weder ein noch \aus wissen völlig ratlos sein; von hier \aus kann man es sehen; von mir \aus 〈umg.〉 meinetwegen, ich habe nichts dagegen
III 〈präd.〉
1. auf etwas \aus sein eine Absicht verfolgen, etwas verfolgen
2. 〈umg.〉
2.1 〈kurz für〉 ausgeschaltet, ausgegangen
2.2 beendet, vorbei, zu Ende
2.3 \aus! Schluss! Ruhe!
sein: alles ist aus es gibt keinen Ausweg mehr; das Licht ist \aus; der Vorrat ist aus; die Vorstellung ist aus; wir waren gestern aus ● der Löwe ist auf Beute \aus; sie ist nur auf Männer \aus; er ist nur darauf \aus, Geld zu verdienen; es ist aus mit ihm er ist am Ende seiner Kraft; er kann sich nirgends mehr blicken lassen; zwischen uns ist es aus wir haben die Beziehungen zueinander abgebrochen, die Freundschaft beendet
[<ahd. uz, engl. out, got. ut <idg. *ud „empor, hinaus“; verwandt mit außen, außer]

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1aus <Präp. mit Dativ> [mhd., ahd. ūʒ, urspr. = auf etw. hinauf, aus etwas hinaus]:
1.
a) zur Angabe der Richtung von innen nach außen:
a. der Badewanne steigen;
a. dem Haus gehen;
ein Buch a. dem Schrank nehmen;
b) zur Angabe der räumlichen od. zeitlichen Herkunft, des Ursprungs, des Bereichs, aus dem jmd. herkommt, etw. her- od. weggenommen wird:
sie kommt, stammt, ist gebürtig a. Hamburg;
ein Werk a. dem Jahr 1750;
a. der Nähe;
a. 100 m Entfernung;
sie liest a. ihrem Roman;
c) zur Angabe der Veränderung eines Zustandes:
die Waage a. dem Gleichgewicht bringen;
jmdn. a. seinen Träumen herausreißen;
a. tiefem Schlaf erwachen.
2. zur Angabe des Grundes, der Ursache für etw.:
a. Angst, Überzeugung, Hunger;
er handelte a. einer Laune, a. einer Notlage heraus;
a. sich heraus (unaufgefordert).
3.
a) zur Angabe des Materials, aus dem etw. besteht, des Ausgangsstoffes, aus dem etw. hergestellt wird od. entsteht:
eine Bank a. Holz, a. Stein;
ein Haus a. Fertigteilen;
b) zur Angabe eines früheren Entwicklungsstadiums in Verbindung mit Verben, die ein Werden bezeichnen:
a. den Raupen entwickeln sich Schmetterlinge;
a. seiner Tochter wurde eine tüchtige Ärztin.
4. (österr.) bei der Angabe eines [Schul]faches; in:
eine Eins a. Mathematik;
er hat die Prüfung a. Latein abgelegt.
2aus <Adv.> (ugs.):
1. <häufig imperativisch od. elliptisch od. in Verbindung mit »sein«:>
a) vorbei, Schluss, zu Ende:
die Schule, das Kino war a.;
endlich ist der Krieg a. (ist er beendet worden, hat er ein Ende gefunden);
a. der Traum von einem Sieg;
(Boxen:) sieben, acht, neun – a.!;
nachdem sie den Ball dreimal verfehlt hatte, war sie a. (ausgeschieden);
<auch unpers.:> mit dem schönen Leben ist es a.;
zwischen uns ist es a. (unsere Beziehung, Freundschaft besteht nicht mehr);
Ü mit ihm, mit der Firma ist es a. (er, die Firma ist ruiniert);
mit ihr ist es a. (sie stirbt, es gibt keine Hoffnung mehr für sie; sie ist am Ende [ihrer Kraft, ihrer Möglichkeiten]);
b) erloschen, nicht mehr brennend, ausgeschaltet:
das Feuer, die Kerze ist a.;
der Ofen ist schon a. gewesen;
die Lampe, das Radio war a.;
Licht, Scheinwerfer a.! (ausschalten!);
Motor a. und aussteigen!
2. <in Verbindung mit »sein«> ausgegangen:
wir waren gestern a.;
sonntags sind sie immer a. (sind sie nie zu Hause).
3. (Sport) außerhalb der Spielfeldgrenze:
der Ball ist a.!
4.
auf etw., jmdn. a. sein (etw. sehr gern haben wollen, erreichen wollen; auf etw., jmdn. versessen sein: auf Abenteuer, auf eine Belohnung, auf diesen Posten a. sein);
bei jmdm. ein und a./a. und ein gehen (bei jmdm. verkehren);
nicht a. noch ein/nicht ein noch a./nicht a. und ein/nicht ein und a./weder a. noch ein/weder ein noch a. wissen (völlig ratlos sein).

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AUS,
 
Nationalitätskennzeichen für Australien.

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Aus, das; -, - [LÜ von engl. out]: 1. <o. Pl.> (Ballspiele) Raum außerhalb der Spielfeldgrenzen: der Ball rollte ins A.; Er flitzte nach dem Ball, wenn dieser ins A. getreten wurde (MM 30. 12. 75, 10). 2. <o. Pl.> (Sport) das Ausscheiden eines einzelnen Sportlers od. einer Mannschaft: Derwall gibt der Fortuna den Rat, „auf keinen Fall die Abwehr zu vernachlässigen, da ein Tor der Glasgow Rangers schon das »Aus« bedeuten könnte“ (Saarbr. Zeitung 2. 10. 79, 8); so kam ... nach 120 Minuten ... durch eine recht unverdiente Niederlage das A. (Augsburger Allgemeine 6./7. 5. 78, 23); Ü Im Kalkül des gewieften Taktikers Lafontaine ist das A. der FDP hingegen fest eingeplant (Wiesbadener Kurier 6. 2. 85, 15); Für die amerikanische Autoproduktion prophezeien die Bosch-Techniker ... sogar in wenigen Jahren das endgültige A. für den Vergaser (ADAC-Motorwelt 6, 1983, 12). 3. (Baseball) Verlust der Spielberechtigung eines Spielers: die Mannschaft erzielte das zweite A.

Universal-Lexikon. 2012.

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